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Köln rockt

Letzte Chance - jetzt abstimmen

Von Peter Limbach, 08.05.10, 09:53h, aktualisiert 30.05.10, 11:25h

Zum Bandwettbewerb "Köln rockt" haben sich fast 300 Bands und Solo-Musiker beworben. Beim großen Finale in der Live Music Hall rocken am 30. Oktober vier Bands um den Sieg. Noch bis zum 31. Mai können die Leser des Kölner Stadt-Anzeiger mitentscheiden, welche 32 Bands in den acht Vorrundenkonzerten ums Weiterkommen kämpfen werden.

Granada 74
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Die Kölner Band Granada 74 (Bild: Granada 74)
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Die Kölner Band Granada 74 (Bild: Granada 74)
Gigi Homerecording
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Gigi Homerecording
The Truth About
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The Truth About
Gigi Homerecording
The Truth About
Köln - Irgendwann mal so Gitarre spielen zu können wie der „Major“ von Bap - das war der Traum von Andreas Raasch. Damals, so mit 15 Jahren, übte und übte und übte der Schüler, „um meinem Helden nachzueifern“. Seine Freunde belächelten ihn dafür und priesen den legendären Jimi Hendrix als das Nonplusultra. Doch Andreas hielt dem „Major“ die Treue: „Weil der bei Bap das Kunststück hinbekam, songdienlich zu spielen, die Songs aber trotzdem mit seinem Spiel zu prägen.“ Heute ist Andreas Raasch 35 Jahre alt, Realschul-Lehrer in Bergisch-Gladbach und in der Freizeit nach wie vor Musiker, im Independent-Rock-Trio Granada74. Als der Gitarrist und Sänger den Aufruf zum „Köln rockt“-Wettbewerb von „Kölner Stadt-Anzeiger“ und Sion Kölsch las, „war gleich klar, dass wir mitmachen“.

Und das nicht zuletzt, weil jener Klaus „Major“ Heuser - mittlerweile Ex-Bap - zur „Köln rockt“-Jury gehört, die mit entscheidet, welche 32 Bands und Solo-Künstler sich in der Vorrunde bei acht Konzerten messen. „Dieser Wettbewerb ist für uns eh interessant, er beflügelt, kreativ zu sein, sich weiter zu entwicklen“, sagt Raasch. Begeistert ist er auch von einem weiteren Mitglied unserer Jury: Suzie Kerstgens von Klee. „Mal eine jüngere Kölner Band, die deutschlandweit Erfolg hat, obwohl sie nicht aus dem Karneval kommt.“

Granada74 gehören also zu jenen rund 100 Bands und Solo-Künstlern, die sich schon beworben haben. Einsendeschluss ist am 16. Mai. Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ und Sion-Kölsch - unterstützt durch die Sponsoren Emi, Music Store und Toyota - wollen „Talente fördern und vielleicht die eine oder andere Karriere in Schwung bringen“, sagt Uwe Helmich, Leiter Marketing Sion-Kölsch.

Viel Stil hat der Wettbewerb schon jetzt. Der Rock 'n' Roll ist ein Chamäleon mit unzähligen Klangfarben. Diese Vielfalt können Rock-Fans auf unserer Online-Seite  www.ksta.de/koelnrockt erleben, wo sich die Bewerber vorstellen. The Truth About - zu drei Vierteln weiblich - aus Köln basteln an Songs zwischen Indie-Pop, Gitarrenbrett, Mitsing-Refrains und Melancholie. Gigi Homerecording aus Köln „entsagen elektronisch aufgeplusterter Plastikmusik, um einen ehrlichen, unverbrauchten Pop-Sound zu kreieren“. Der Kunst, musikalische Leichtigkeit mit Raffinesse zu verbinden, widmet sich Miaomio - ein rein weiblich besetztes Indie-Pop-Quartett aus Bonn.

Wo es nach Vorrunde und Halbfinale zum großen Showdown kommt, steht nun auch fest. In der Live Music Hall rocken am 30. Oktober vier Bands um den Sieg. Wie alle anderen „Köln rockt“-Locations (Blue Shell, Spielplatz, Artheater, Hard Rock Café ) ist die Ehrenfelder Halle ein Partner von Sion-Kölsch.

Gern würde auch Werner Hammer vom Trio Soulmatic ganz vorne mit dabei sein. „Einige gute Gründe“ hatte er, sich zu bewerben. „Anders als bei den meisten Contests muss man fürs Mitmachen nichts bezahlen.“ Begeistert ist Gitarrist Hammer aus Wissen bei Siegen auch darüber, dass bei der Abstimmung das Publikums-Voting mit dem Urteil einer Jury gemischt wird. „So wird verhindert, dass nur der gewinnt, der die meisten Fans mobilisieren kann.“ Aber noch wichtiger als ein Sieg ist dem hauptberuflichen Brandschutz-Ingenieur „der Spaß am Spiel“. Jedes Konzert genießt der „glückliche Familienvater“ als „Abenteuer-Ausflug zurück ins wilde Leben“. Seine Frau habe Verständnis. „Die weiß, wenn ich mich einen Abend lang ausgetobt hab', ist es wieder gut.“



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